Letztes Feedback

Meta





 

Waitomo Caves und Ankunft im Tongario Nationalpark

0:49 - frohes neues Jahr

 

Ich muss mir am nächsten Morgen überlegen, wo ich als nächstes hinfahren will. Ich habe noch einige Ort im Hinterkopf, die ich gerne anschauen will, versuche allerdings gleichzeitig die effizienteste Route zu planen um die Spritkosten so gering wie möglich zu halten. Ich breite also die große Landkarte der Nordinsel über der Motorhaube aus und studiere sie eine Weile, bevor ich beschließe heute zu den Waitomo-Caves zu fahren, und später, je nachdem wieviel Zeit danach noch bleibt, nach Süden in Richtung Tongario-Nationalpark weiter zu fahren. Das Wetter ist im Moment noch ganz in Ordnung: sonnig und nur leicht bedeckt. Das ändert sich allerdings als ich bei den Caves ankomme: Hier ist es bewölkt und ein leichter Nieselregen geht nieder.

Die Waitomo-Caves sind ein Höhlensystem im Westen des Landes. Sie sind sehr groß, sogar ein See gibt es innerhalb der Höhlen. Stalagtieten und Stalagmieten ragen aus dem Boden bzw. wachsen von der Decke. Drinnen ist es vollkommen dunkel. Nun ja nicht vollkommen, denn das was diese Höhlen zu einer der größten Touristenattraktionen der Nordinsel macht sind Glühwürmchen. Zu tausenden fliegen, bzw. sitzen sie an der Decke der Höhlen herum und tauchen sie in ein schummriges Licht. Wie ein Sternenhimmel sieht das Ganze auf den Bildern in meinen Reiseführern aus.

Mit einer gewissen Vorfreude parke ich mein Auto und gehe nach einer kleinen Brotzeit an den Schalter. Ich muss eine ganze Weile warten, denn hier wimmelt es nur so von Touristen. Speziell die Asiaten sind mal wieder stark vertreten. Als ich die Preise zu sehen bekomme, versetzen diese meiner Freude einen ziemlichen Dämpfer. 60 NZD kostet mich ein zeitlimitierter Besuch in die Höhlen. Ich verlasse die Schlange und überlege mir gründlich, ob ich da rein will. Wollen ja, bezahlen nein. Mir ist nur zu bewusst, dass es mein eigenes selbst verdientes Geld ist, das ich hier ausgebe. 2 Jahre lang habe ich dieses Geld gespart, während meiner Ausbildung zum TFA. Es ist zwar nicht so, dass ich nicht genug auf dem Konto hätte, aber das Geld auszugeben ist immer leicht. Meine letzten Ausgaben fallen mir ein: Campingplätze, Wai-O-Tapo Thermalpark, Hobbingen…. Hinzu kommen Verpflegung und Sprit für mein Auto (der übrigens in etwa genauso teuer ist wie in Deutschland -_-   Nach reiflicher Überlegung beschließe ich die Caves auszulassen und stattdessen in der Nähe wandern zu gehen. Der Parkplatz grenzt direkt an ein kleines Reservat, durch das einige schöne kleine Wege zu Aussichtspunkten, Hütten etc. führen. Das Reservat ist nichts Atemberaubendes. Dichte Wälder, grüne Wiesen auf denen stellenweise große Felsbrocken liegen, Hügel und in der Ferne die Berge. Trotzdem eine sehr schöne Wanderung die ich dort mache. Insgesamt 1,5 Stunden die ich zu einer Aussichtsplattform und zurück laufe. Zurück im Auto klappe ich den Sitz zurück und mache einen gemütlichen Mittagsschlaf bevor ich zum Tongario weiterfahre.

Das Wetter verschlechtert sich zunehmend. Hat es vorher nur stellenweise leicht genieselt, so regnet es jetzt. Mein Navi macht sich ein Spaß draus mich über kleine Straßen, abseits der Highways zu führen. Stellenweise frage ich mich, ob ich das falsche Ziel eingegeben habe, doch ich komme immer wieder zurück auf eine größere Straße, die ich dann kurz befahre bevor es wieder querfeldein geht. Mich stört das Ganze nicht. Ich bekomme viel mehr von der Landschaft zu sehen, habe die Straße für mich alleine und solange ich genug Benzin im Tank habe, ist mir alles andere egal. Ich habe keine Termine, Verpflichtungen oder sonstiges. Wenn ich mich verfahren sollte sei es so. Ich kann zurückfahren, im Dunkeln fahren, im Auto schlafen, was auch immer. Ich kann hin wo ich will.

Letztenden Endes führt mich mein Navi allerdings doch in den Nationalpark. Hier stehen 3 noch aktive Vulkane, darunter der höchste Berg der Nordinsel, und der Berg, der den Schicksalsberg im Herrn der Ringe darstellt. Es ist kein Gebirge o.ä. es sind einfach die Berge die mitten im Nirgendwo stehen. Sehen tue ich diese Berge jedoch nicht… Die Wolken hängen so tief, dass ich kaum etwas sehe. Es regnet mittlerweile ununterbrochen und wird immer kälter. Diese Berge sind im absoluten Zentrum der Insel. Kein Meer weit und breit. Dementsprechend ist es logisch etwas kälter. Großartige Städte oder Dörfer gibt es hier nicht. Es gibt entlang der Straße nur die Wildnis, bis man an den Fuß des größten Berges des Mount… irgendwas mit R…. kommt. Hier erhebt sich aus dem nichts ein 5 Sterne Hotel. Aus einem meiner Reiseführer weiß ich, dass das Chateau Tongario eines der erstklassigsten Hotels in Neuseeland ist. Das riesige Haus erinnert an ein altes Herrenhaus, nur eben sehr viel größer :D Schon von weitem erkennt man es. Im Inneren befindet sich Luxus pur. Schwimmbäder, Sauna, 7 Restaurants… Das ganze Drum und Dran eben. Ich versuche mein Glück beim Holiday Park 200m weiter…. Als ich nach einer Kabine für die Nacht frage, teilt mir der Mann an der Rezeption mit, dass sie bereits ausgebucht sind (es ist ca. halb sieben). Er könnte mir neben einem Platz für mein Zelt nur eine Luxus-Lodge für 175 NZD die Nacht anbieten. Ich lehne dankend ab und erinnere mich an einen anderen Holidaypark an dem ich vorbeigefahren bin. Ich fahre also ca. 6 km zurück, nur um mir dieselbe Leier vom anderen Campingplatz anzuhören. Eine große Reisegruppe ist angekommen und alle Kabinen sind belegt. Wenn ich aber ein Platz für mein Zelt möchte kostet mich das nur 25 NZD. Ich lehne das Angebot ab. Zwar weiß ich aus meinen Reiseführern und von meinem Navi, dass es keine weiteren überdachte Übernachtungsmöglichkeiten gibt (abgesehen vom Chateau), aber ich bin vorher auch an einem Campingplatz des DOC (Department of Conservation) vorbeigefahren. Diese Campingplätze stellen keinerlei Küchen oder andere Räume zur Verfügung. Mit eine bisschen Glück hat so ein Campingplatz eine Toilette, aber sie sind kostenlos. Ich fahre also nochmal ca. 2 km zurück und stelle mein Zelt schließlich auf diesem Campingplatz mitten im Nirgendwo auf. Neben meinem Zelt fließt ein Bach, ein paar Bäume stehen hier, ansonsten gibt es nichts. Außer natürlich einer Toilette für die ich sehr dankbar bin. Es hat aufgehört zu regnen, der Himmel lässt allerdings erkennen, dass das nicht lange anhalten wird. Es wird als die Nacht heraufzieht immer kälter. Es ist die zweite Nacht, die ich nicht an einem See, in Meernähe o.ä. verbringe. Ich ziehe mich also gut an, da ich weiß, dass es kühler ist. Ich rufe meine Großeltern an und versuche eine Zeit lang mit ihnen zu reden, doch hier im Nirgendwo habe ich kaum Netz und sie verstehen weder mich, noch ich sie besonders gut. Ich erinnere mich jedoch, dass mein Opa mich fragt, wie kalt es hier nachts ungefähr wird. Ich antworte ihm dass es bisher immer gut auszuhalten war, ich vermute es hat ca. 12, 13 Grad nachts bisher gehabt. Ich weiß noch nicht wie anders die kommende Nacht werden soll…

 

 

31.12.14 12:53, kommentieren

Werbung


Rotorua

Merry Christmas :D

 

Rotorua ist eines der großen Touristenzentren in Neuseeland. Es ist die erste größere Stadt in der ich seit Auckland bin. Ich quartiere mich für drei Nächte in einen Campingplatz am See ein (Seen gibt es in der Gegend mehr als genug, ich glaube es sind 8 in der unmittelbaren Umgebung. Und das sind richtige Seen und nicht nur Wasserpfützen.). Der Campingplatz ist soweit ganz gut ausgestattet: Duschen, Küche(leider ohne Küchengeräte), TV-Room, heiße Pools und einen privaten kleinen Strand am See.

Dieses Gebiet ist für Touristen aufgrund der geothermischen Aktivität sehr interessant. Überall raucht und blubbert es. Direkt an meinem Campingplatz fließt ein kleiner Bach, der aus dem Boden sprudelt und kochend heiß ist. Aus den Gullis in der Stadt raucht es ebenfalls raus. Überall gibt es heiße Spaas und Schwimmbäder. Es gibt auch einen ganz eigenen Geruch: Ein schwefeliger, faule Eier Duft erfüllt an manchen Stellen die Luft.

Ich schreibe diesen Bericht ca. 2 Wochen später. Ich versuche mir die ungefähren Tagesablauf ins Gedächtnis zu rufen. Ich glaube, dass ich am 1. Tag zuerst Einkaufen war… danach…. Ich weiß es wirklich nicht mehr genau. Ich weiß, dass ich in meiner Zeit dort verschiedene Dinge gemacht habe: Zum einen hab ich eine Wanderung um einen kleinen See gemacht. Sehr abgeschieden und idyllisch war es dort. Ein kleiner Weg mal am Ufer des Sees, mal durch den Wald. Wie immer Vogelgezwitscher in der Luft. 7 km um den See. Gegen Ende fängt es an zu nieseln und als ich am Auto bin, regnet es. Der Regen ist aber hier wie immer von kurzer Dauer und während ich im Auto esse, hört es bereits auf. Ich fahre weiter an einen anderen See, einen größeren und lege mich dort in die Sonne, während ich mein Buch fertig lese und den Wassersportlern zusehe. Abends kucke ich Scrubs. Die Küche hat leider keine Pfanne, von daher gibt es für mich Instant-Asia-Nudeln. Die Nächte am See sind sehr mild, wenn auch stellenweise windig. Ich liege nur in Unterhose in meinem Schlafsack, es ist warm genug. Das war wie gesagt, der 1. Oder der 2. Tag dort. Der andere Tag sah folgendermaßen aus:

Wechselhaftes Wetter, nirgendwo sonst habe ich so rapide Wetterwechsel erlebt wie hier in Neuseeland. Nicht selten kommt es vor, dass es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint. Der Regen prasselt kurz nieder und 5 Minuten später wirkt es als wäre, nie etwas gewesen. Mein Plan für den Tag ist jedenfalls, nach Wai-O-Tapo zu fahren, ca eine halbe Stunde außerhalb von Rotorua. Ich folge Highway 5, den mir sogar mein Navi als „thermal explorer Highway“ präsentiert. Entlang des Highways führen Schilder zu allerlei Attraktionen rund um Schlammbäder, heiße Quellen etc.

 Wai-O-Tapo ist ein kleiner „Park“, den man für eine unverschämte Gebühr von 35 NZD besuchen kann. Entlang eines Weges kann man Schlammlöcher und Thermalbecken in den verschiedensten Farben bestaunen. Ich fühle mich sehr stark an den Yellowstone-Nationalpark erinnert, den ich 2010 zusammen mit meiner Familie besucht habe. Es dampft und blubbert in schwefeligem Gelb,  mattem Türkis und überhaupt in allen Farben. Der Weg ist etwa 3,5 km lang und insgesamt gibt es wenn ich mich recht erinnere 23 Tümpel, Becken, Löcher usw. In meinem Eintrittspreis enthalten ist außerdem Einlass zur Besichtigung des Geysirs „Lady Knox“ der jeden Morgen um 10:45 mittels Waschpulver zum Ausbruch gebracht wird (irgendeine Chemische Reaktion, keine Ahnung hab Chemie nach der 10. abgewählt… ). Das Wasser schießt dann in ner ordentlichen Fontäne ne Weile in den Himmel, bis die Luft raus ist. Insgesamt eine sehr schöne Angelegenheit der ganze Park. Für mich wie gesagt nicht ganz so atemberaubend wie es für andere wohl wäre, aber trotzdem durchaus schön anzusehen.

Ich muss leider gestehen, dass ich keine Ahnung habe, was ich an meinem dritten Tag dort gemacht habe. Man könnte jetzt sagen, dass es nichts tolles gewesen sein kann, wenn ich mich nicht mal mehr dran erinnere, aber das glaube ich nicht. Ich hatte hier bisher noch keinen einzigen schlechten  Tag :D

Also werd ich einfach weitererzählen, als wäre nichts passiert.

 

 

 

 

Gemeinheit.... irgendwie wurde der dieses Eintrags nicht mit abgespeichert....

ich werd ihn wohl bei gelegenheit nochmal schreiben müssen

bis dahin frohe weihnachten

25.12.14 09:44, kommentieren