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Fahrt nach New Plymouth

Neuer Tag – Neues Ziel. Diesmal ist es New Plymouth und der Mount Egmont. Ganz im Westen der Nordinsel an der Küste befinden sich die Stadt  und der Vulkan, der sich hier einsam aus dem Land direkt an der Küste erhebt. Ich starte routiniert in den Tag und fahre los. Allerdings nicht lange – der Tank ist leer. Ich fahre zur nächsten Tankstelle, wo ein junger Mann mir den Tank  auffüllt. Einige Tankstellen hier haben diesen Service, aber es ist das erste Mal dass jemand mir den Tank auffüllt (an anderen Tankstellen waren diese Leute immer bereits an anderen Autos beschäftigt.). Wir tauschen einige Höflichkeitsfloskeln aus und er fragt mich ob ich aus Deutschland komme. Ich bejahe das und frage woran er es erkannt hat. Er meint ein Großteil der jungen Leute die Touristen sind hier in Neuseeland sind Deutsche. Allerdings hätte er es auch an meinem Akzent gehört. Ich war eigentlich immer recht stolz drauf ein sauberes Englisch zu sprechen, ohne den grässlichen deutschen Akzent, aber irgendwas scheint mich doch verraten zu haben. Ich komme trotzdem mit dem Mann ins Gespräch. Auch nachdem ich bezahlt habe unterhalte ich mich weiter mit ihm. Netter junger Mann, ursprünglich aus Indien, lebt seit 5 Jahren hier… Wir reden eine ganze Weile miteinander. Die Tankstelle ist schlecht besucht und er scheint nichts anderes zu tun zu haben. Irgendwann will ich weiter und krame aus meinem Geldbeutel ein paar Münzen raus. Ich weiß nicht ob diese Leute auf das Trinkgeld angewiesen sind, so wie z.B. Kellner in Deutschland. So oder so möchte ich ihn ein wenig unterstützen. Er lehnt jedoch ab. Meint er würde bezahlt werden und dass das nicht nötig sei. Ich versuche es nochmal, aber er nimmt es immer noch nicht an. Also wünsche ich ihm einfach noch einen schönen Tag, bedanke und verabschiede mich bei ihm. Der Mann kommt zwar nicht ursprünglich aus Neuseeland, ist aber trotzdem unglaublich nett, wie man es den Neuseeländern (Kiwis) nachsagt.

Ich fahre und fahre. Gegen Mittag mache ich eine Pause und schlafe kurz in meinem Auto. Am Nachmittag komme ich an einem Schild vorbei, das auf einen Drehort zum Hobbit in der Nähe aufmerksam macht. Ich wusste nichts davon, freue mich aber und folge dem Wegweiser 14 km lang auf einer gewundenen, ländlichen Straße. Ich komme auf einer Farm raus. Ein Schild verweist und tägliche, vorzubuchende Touren. Ein Gatter versperrt den weiteren Weg. Naja etwas enttäuschend. Keine Tour für mich. Also fahre ich einfach wieder zurück auf die Hauptstraße und fahre weiter nach New-Plymouth als wäre nichts gewesen. Die Fahrt ist relativ ereignislos. Ich fahre schneller als erlaubt (die 100km/h die hier überall erlaubt sind beginnen mich zu nerven) und habe meinen Spaß auf der Straße. Die Landschaft wechselt ständig. Mal Berge, mal Ebene, mal Flüsse …. Das Land ist unglaublich vielseitig.

Ich komme schließlich in New Plymouth an. Den Vulkan sehe ich nicht. Es ist relativ bedeckt. Ich überlege mir kurz, ob ich zum ersten Mal in einem Hostel schlafen will, entscheide dann aber, dass es ein Campingplatz auch tut. Der, zu dem mein Navi mich führt ist gut ausgestattet. Ich finde einen Kochtopf, in dem ich zum Abendessen Nudeln mit Fertigsoße koche, wechsle ein paar Takte mit zwei jungen Männern aus Landshut, schreibe einen Blogeintrag und gehe dann schlafen.

31.1.15 11:29

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